Explosion einer 250kg-Bombe

And now for something completely different:

Gestern wurde an der Stadtgrenze zwischen Nürnberg und Fürth ein Blindgänger aus dem 2. Weltkrieg gesprengt, namentlich eine 250kg-Bombe, die bei Bauarbeiten zum Vorschein gekommen war.

Da sich der Böller nicht entschärfen ließ, entschied das Sprengkommando sich zu einer kontrollierten Zündung. Hier das audiophile Resultat, aufgenommen von unserem Balkon ca. 2.5km vom Ort der Sprengung entfernt. In den ersten paar Sekunden hört ihr in einer Distanz von ca. 75m vorüberfahrende Blaulichter zum akustischen Vergleich, das richtige Feuerwerk legt nach ca. 26 Sekunden los:

Ich nehme an, das Ergebnis ist der Tatsache geschuldet, dass die Bombe mit Stroh und Wassersäcken gedämmt wurde.

Die Kleinen werden flügge

Während ich mit meinen potenziellen neuen Chefs zusammensitze, um Musicalideen für den Sommer 2019 und darüberhinaus auszuhecken, vergieße ich eine Träne im Hinterkopf — die Proben für „Eidolon“, unsere nächste LMS-Story beginnen nämlich, und sie beginnen ohne mich.

Klar, das war ja auch so gewollt: Nachdem wir LMS und E-Space vorsichtig aufs Gleis gesetzt haben, wird es jetzt ja auch langsam Zeit, Verantwortung abzugeben. Bei E-Space hat Stefanie schon für die aktuelle Produktion „Mytilene“ die Regie übernommen, und bei der darauffolgenden Geschichte „Den die Muse küsst“ wird nicht einmal mehr das Manuskript von mir, sondern von Verena stammen: Spätestens dann bin ich 100%ig raus. Hier bei „Eidolon“ habe ich noch das Skript geliefert, aber ich spreche keine Rolle mehr und werde mich in Sinas Regie auch nicht mehr nicht mehr als nötig einmischen.

Auf der einen Seite freut es mich ungemein, zu sehen, dass das Projekt floriert, und es erfüllt mich mit Stolz, dass wir es geschafft haben, neue kreative Kräfte zu versammeln (und dass wir selber uns überwinden konnten, loszulassen), aber natürlich ist da auch eine wehmütige Zähre dabei.

Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis!

„Eidolon kann so raus.“

Das war das Feedback der Regie (Sina) zu meiner Überarbeitung des Skripts — Ich bin erleichtert, denn diese Episode wird nicht nur akustisch anspruchsvoll, sondern hat mich als Autor auch sehr gefordert, schließlich geht’s um große Gefühle. Nicht zuletzt musste ich meinem Idol E. A. Poe die Worte in den Mund legen, die zu seinem Charakter und der Geschichte passen.

Aber offensichtlich hab ich’s einigermaßen richig gemacht und besitze jetzt den Segen der Produktion, und da ich diesmal keine Rolle übernommen habe, kann ich mich entspannt zurücklehnen, auf unsere Sprecherriege vertrauen, und mich anderen Projekten widmen.

Nächste Woche findet die erste Probe statt.