Von Spülbürsten, Umblättern und Gänsehaut…

Eine anstrengende, aber erfolgreiche Woche liegt hinter den Hörspiel-Schmieden!

Vergangenen Mittwoch fand im „Clinc“ in Fürth die Generalprobe unseres Stückes „Eidolon“ mit dem fünften Doctor statt. Es gab kein Entkommen vor dem feinen Gehör unserer Regisseurin Sina, die immer noch das eine oder andere äußerst verbesserungswürdig fand. So wurde viel „gespielt“ und wiederholt; wie sollte das nachher funktionieren, wenn wir vor dem Mikro still stehen sollen, und keine Hilfsmittel mehr haben? Bisher hatte Doctor Marc immer die Spülbürste zu Hilfe genommen, weil sein Schallschraubenzieher gerade nicht greifbar war.  Dadurch kam das „Was tun Sie!?“ von Mrs. Clemm recht überzeugend rüber. Johannes als Poe spielte sich den Abend über durch die verschiedensten Gemütszustände von heiter bis wolkig als gäbe es kein Morgen. Mit gemischten Gefühlen und guten Ratschlägen ging es spät abends für alle nach Hause.

Samstag um 10:00 wurde es dann ernst. Bei Light Nine Records in Roßtal ankommen und ein vorbereitetes Studio vorfinden – purer Luxus.

Zuerst ein wenig Dehn- und Lockerungsübungen, sogar von unserer Regisseurin, dann ging es los. Aufgenommen wurde diesmal nicht in chronologischer Reihenfolge, sondern wir fingen mit Poes Rezitieren von Gedichten an. Und man fing noch mal an. Und noch mal… Und beschloss den Aufnahmeplan anzupassen. Poe brauchte etwas Nachhilfe von Peri, wie man ein Gedicht „richtig“ vorträgt. Wir wissen nicht, wie Stefanie es geschafft hat, aber als Johannes dann vor dem Mikro loslegte, sorgte er bei der gesamten Mannschaft für den ersten von vielen Gänsehautmomenten.

Langsam aber sicher spielten wir uns warm. Trotzdem kam diverse Male über die Kopfhörer ein ungnädiges „Nochmal von vorn“ von Sina. Zurecht, wie es sich herausstellte.

So oft wir verzweifelten, so oft lachten wir auch. Vor allem der Vorschlag, wie das Geräusch des Umblätterns zu vermeiden ist, war banal genial: „Dann blättere halt nicht um.“ Es kann so simpel sein… (man könnte natürlich auch seinen Text auswendig lernen, räusper).

Weitere Steine, die uns stolpern ließen, waren ein Brummen der Technik, das abgestellt werden wollte, nachlassende Energie und Konzentration der Beteiligten, eine Mrs. Clemm, die sich allein vor dem Mikro gar nicht mehr in die Rolle finden wollte und für eine weitere Verzögerung sorgte (mea culpa). Umso besser funktionierte es, als ich Mitspieler Marc sehen und wir uns wie in der Generalprobe zuspielen konnten.

Marc als Doctor bekam auf die Schnelle vom Autor einen zusätzlichen Satz ins Script geschrieben. Und nur dieser einer Satz sorgte bei uns für einen weiteren Gänsehautmoment!

Endlich, endlich war die Aufnahme im Kasten! Alles proben hat sich gelohnt, und ich denke, das Stück wird einer Tragödie würdig.

Was nun folgt, sind Grobschnitt der einzelnen Tonspuren, Geräuscheffekte suchen und im Feinschnitt alles zusammenstellen. Jörg und Bryan werden sich dieser Aufgabe widmen und ich hoffe, ich kann bald eine Premierenfeier ankündigen…

Bis dahin viel Spaß mit den Fotos (© Jörg Tremmel) von Generalprobe und Aufnahme!

Let’s do the TimeLash again…

Für richtige Doctor Who Fans gibt es einmal im Jahr einen ganz besonderen Termin: die Convention „TimeLash“ in Kassel. Organisiert von Fans für Fans, mit allem drum und dran: Stargäste von vor und hinter der Kamera, Cosplayer, Merchandise-Händler und und und…

Sina, Elmar und ich (Michaela) werden als Besucher vor Ort sein und uns alles ansehen. Wenn ihr Fragen habt, Anregungen oder sonst mal mit uns plaudern wollt: sprecht uns an! Wir freuen uns sehr, unseren HörerInnen zu begegnen und ein Wort mit euch zu wechseln.

Also nur Mut, quatscht uns einfach an, nur nicht vielleicht gerade wenn ein Panel läuft… und wir beißen auch nicht, versprochen!

Allons-y! Wir sehen uns in Kassel, im Südflügel des Kulturbahnhofs, am 27. und 28.10.18!

Premiere! Premiere!

Am Freitag, nicht den 13., sondern den 10. August trafen sich in der Kofferfabrik in Fürth zahlreiche Mitwirkende und Neugierige, um gleich zwei Premieren zu lauschen.

Nachdem jeder mit Getränken und Essen versorgt war, gab es ein paar Worte von Sina und Elmar Vogt, die die Gäste auf die bevorstehenden Stücke einstimmten.

Premiere Dalök 1
Gespanntes Warten
Premiere Dalök 2
Einleitende Worte

Los ging es mit der neuen E-Space Story „Erleuchtung“, aus der Feder von Verena Maser. Die Autorin selbst weilte im Urlaub und konnte den Applaus nur aus der Ferne vernehmen. Das Stück kam sowohl bei den Mitwirkenden als auch den Ersthörern hervorragend an. Nicht zuletzt durch den technischen Feinschliff durch Jörg Tremmel.

Nach einer kurzen Raucherpause ging es weiter mit „Brigade Dalök“. Auch hier beweist Jörg ein gutes Händchen für die Geräuscheffekte. Das Publikum zuckte merklich zusammen, als die Dalek ihre Waffen abfeuerte!

Es durfte auch herzlich gelacht werden, wenn Sprachwitz und Situationskomik dem Ernst des kalten Krieges den Wind aus den Segeln nahm. Elmar Vogt als Autor wurde später mit viel Applaus belohnt.

A propos Belohnen: die Mitwirkenden wurden auch belohnt, es gab Premierengeschenke. Stilecht und passend zur Geschichte DDR-Waren aller Art. Da es ja nicht für jeden alles geben konnte, wurden die zu verteilenden Sachen ausgelost. Natürlich konnte hinterher gewichtelt werden, wenn jemand z. B. keine Dederon-Tasche mochte, oder mit einem DDR Kochbuch nichts anfangen kann, oder die Feldflasche dem Faltbecher vorgezogen wurde. Mit viel Hallo wurden die Geschenke gefeiert.

Danach ging es zum gemütlichen Teil über, den sich Autoren, Sprecher, Musiker, Soundmaster und Fans redlich verdient haben.

Wir freuen uns schon auf die nächste Premiere!

Premiere Dalök 3
Jeder nur ein Los!