Let’s do the TimeLash again…

Für richtige Doctor Who Fans gibt es einmal im Jahr einen ganz besonderen Termin: die Convention „TimeLash“ in Kassel. Organisiert von Fans für Fans, mit allem drum und dran: Stargäste von vor und hinter der Kamera, Cosplayer, Merchandise-Händler und und und…

Sina, Elmar und ich (Michaela) werden als Besucher vor Ort sein und uns alles ansehen. Wenn ihr Fragen habt, Anregungen oder sonst mal mit uns plaudern wollt: sprecht uns an! Wir freuen uns sehr, unseren HörerInnen zu begegnen und ein Wort mit euch zu wechseln.

Also nur Mut, quatscht uns einfach an, nur nicht vielleicht gerade wenn ein Panel läuft… und wir beißen auch nicht, versprochen!

Allons-y! Wir sehen uns in Kassel, im Südflügel des Kulturbahnhofs, am 27. und 28.10.18!

Premiere! Premiere!

Am Freitag, nicht den 13., sondern den 10. August trafen sich in der Kofferfabrik in Fürth zahlreiche Mitwirkende und Neugierige, um gleich zwei Premieren zu lauschen.

Nachdem jeder mit Getränken und Essen versorgt war, gab es ein paar Worte von Sina und Elmar Vogt, die die Gäste auf die bevorstehenden Stücke einstimmten.

Premiere Dalök 1
Gespanntes Warten
Premiere Dalök 2
Einleitende Worte

Los ging es mit der neuen E-Space Story „Erleuchtung“, aus der Feder von Verena Maser. Die Autorin selbst weilte im Urlaub und konnte den Applaus nur aus der Ferne vernehmen. Das Stück kam sowohl bei den Mitwirkenden als auch den Ersthörern hervorragend an. Nicht zuletzt durch den technischen Feinschliff durch Jörg Tremmel.

Nach einer kurzen Raucherpause ging es weiter mit „Brigade Dalök“. Auch hier beweist Jörg ein gutes Händchen für die Geräuscheffekte. Das Publikum zuckte merklich zusammen, als die Dalek ihre Waffen abfeuerte!

Es durfte auch herzlich gelacht werden, wenn Sprachwitz und Situationskomik dem Ernst des kalten Krieges den Wind aus den Segeln nahm. Elmar Vogt als Autor wurde später mit viel Applaus belohnt.

A propos Belohnen: die Mitwirkenden wurden auch belohnt, es gab Premierengeschenke. Stilecht und passend zur Geschichte DDR-Waren aller Art. Da es ja nicht für jeden alles geben konnte, wurden die zu verteilenden Sachen ausgelost. Natürlich konnte hinterher gewichtelt werden, wenn jemand z. B. keine Dederon-Tasche mochte, oder mit einem DDR Kochbuch nichts anfangen kann, oder die Feldflasche dem Faltbecher vorgezogen wurde. Mit viel Hallo wurden die Geschenke gefeiert.

Danach ging es zum gemütlichen Teil über, den sich Autoren, Sprecher, Musiker, Soundmaster und Fans redlich verdient haben.

Wir freuen uns schon auf die nächste Premiere!

Premiere Dalök 3
Jeder nur ein Los!

„Wir machen eine Stunde Emotion!“

Die Proben für das nächste große Doctor Who Hörspiel sind in vollem Gange. Ein vor-Ort-Besuch.

Es heißt, Bilder sagen mehr als 1000 Worte, daher habe ich mir meine Kamera geschnappt und die letzte Probe besucht. Vielleicht fragt ihr euch auch, wie so eine Probe generell abläuft? Nun, hier ein paar Infos aus erster Hand.

Nachdem selbstverständlich alle pünktlich erschienen sind (schließlich ist es eine deutsche Produktion) gibt es zuerst von Produzentin Sina und Assistentin Nicole Infos zur weiteren Termingestaltung und dem neuen Aufnahmeraum. Anschließend wärmt sich der Cast mit einigen Dehn- und Streckübungen auf. Vereinzelt hört man ein „mimimi“, nein, keine vorweggenommene Beschwerde, sondern einfach eine Lockerung der Stimmbänder. Zur allgemeinen Verfügung gibt es Wasser, Tee, gesunde und weniger gesunde Naschereien.

01 Termine manuell und digital
Termine: Jörg (li) manuell, Christian (re) digital
02 Auflockern
Aufwärmen!

Dann geht es los. Sina sagt an, mit welcher Szene gestartet wird. Diesmal gibt es einen kompletten Durchlauf des Stücks, von Szene eins bis Szene acht. Wer in der einzelnen Szene einen Part hat, steht auf. Es gibt einen hörbaren Unterschied, ob im sitzen oder im stehen gesprochen wird. Der bessere Klang ist der im Stehen; später am Mikro wird auch stehend aufgenommen. Sina lässt die erste Szene bis um Schluss durchsprechen. Dann gibt es Manöverkritik. Diesmal trifft es besonders Neuling Klaus. Sein fränkischer Dialekt ist zu deutlich zu hören. (im fränkischen gibt es kein P oder T. Das wird zu B und D). „Ich hätte da gerne ein „T“.“ mosert die Produzentin. Worauf Dalek Julia einhakt „Tee ist leider aus.“ Stimmt, die Teekanne hat sich mittlerweile tatsächlich geleert.

Die nächste Szene. Elmar hat nur einen kleinen Anteil und fragt „Darf ich sitzen bleiben? Ich habe nur einen Satz.“ Noch bevor Sina etwas erwidern kann antwortet Doctor Jörg „Na, wenn der Satz sitzt?“. Im allgemeinen Gelächter wird eine kleine Pause eingelegt. Um Kaffee zu kochen, Frischluft zu tanken oder zu rauchen, je nach Gusto.

03 konzentriertes Arbeiten
Daniel konzentriert beim Text lernen

Dann geht es weiter, neue Szene, neue Kritik und Verbesserungsvorschläge. Wer nicht „dran“ ist, greift gerne mal zu den Knabbereien, die immer mal jemand mitbringt. Da gerade Fastenzeit ist, bleibt natürlich der eine oder andere Kommentar nicht aus, wie z. B. „Ich bin nicht so fett!“. Worauf in Anspielung auf die Rolle im Stück gekontert wird: „Aber hohl.“

Da die Besetzung bis auf wenige Passagen gut zusammenarbeitet, wird beschlossen, eine Probe ausfallen zu lassen und dafür eine extra Probe für einen kleinen Teil der Sprecher einzuschieben. Sina und Nicole stimmen den Termin ab und die Produzentin gibt das Thema vor: „Wir machen eine Stunde Emotion!“. Es wird um Feinabstimmungen gehen, damit der gewollte Effekt sitzt und bei unseren Zuhörern richtig ankommt. Schlimm wäre es, wenn eine tatsächlich bewegende oder actionreiche Szene unfreiwillig komisch daher kommt. Es soll zwar ein komödiantisches Stück werden, aber nichts ist so ernsthaft und anstrengend, wie Witze zu machen.

Schließlich ist nach gut eineinhalb Stunden Schluss für heute. Autor und Produzentin weisen auf die bereits fortgeschrittene Uhrzeit hin und beenden die Probe. Nicht ohne den Hinweis, bitte den Text zu lernen und die kritisierten Stellen eigenverantwortlich noch mal zu üben. Für Klaus bedeutet dies z. B. zu üben „Wir tanzten Tango auf dem Planeten Pluto.“ Eine echte Herausforderung für einen Franken…

Ich hoffe, ihr konntet euch vorstellen, wie die Probenarbeit bei uns abläuft. Wer Interesse hat, kann gerne bei einem der nächsten Stücke oder in unserem Schwesterpojekt „Geschichten aus dem E-Space“ aktiv reinschnuppern.

 

Bis zum nächsten Mal, eure Michaela