Mein erstes Mal …

Aus der Reihe „Little More Sonic stellt sich vor – mein erstes Mal als …“

Heute: Regie

Von: Stefanie

Regie, das mag sich zunächst mal nach einer undankbaren Aufgabe anhören.

Die meisten möchten auf der Bühne stehen, sie möchten ins Rampenlicht, sie möchten berühmt werden.

Doch für mich ist Regisseurin sein zu dürfen der dankbarste Job der Welt. Ich sehe unglaublich gerne dabei zu, wie eine Geschichte Gestalt annimmt – eine Geschichte die zunächst nur in der Fantasie eines Autors/einer Autorin existiert hat.
Und ich kann dazu beitragen diese Vision wahr werden zu lassen. Für mich gibt es nichts Schöneres.

Mein erstes Regie-Projekt bei einer Hörspielproduktion war „der Flug der Mytilene“ für Little More Sonic aus der Reihe E-Space-Stories aus der Feder von Elmar Vogt.

Wie das wahrscheinlich immer so ist – die erste Produktion hat so ihre Tücken. Bei der Mytilene war das in erster Linie der Sound, bei dem es ein wenig…gehakt hat.
Wir arbeiten mit einem wirklich großartigen Sound-Studio zusammen, eigentlich…
Nun hatten wir ausgerechnet bei meiner ersten Regiearbeit Probleme mit einem undefinierbaren Brummen, von dem wir zunächst angenommen hatten, das ist auf der Aufnahme nicht zu hören sein würde.
Leider war es das doch und musste aufwändig herausgefiltert werden, was auf der Aufnahme leider zum Tragen kommt. Es klingt jetzt ein bisschen so, als würden die Sprecherinnen und Sprecher vom Grunde eines Brunnens aus sprechen.
Somit ist das Endprodukt alles andere als perfekt. Nun ja – You live, you learn! Und über die Technik hinter einem Hörspiel kann man leider nur auf eine Weise etwas lernen – wenn man am Ende hört, dass es Scheiße klingt.

Warum ich trotzdem kreuzglücklich bin?
Weil ich dankbar bin, Teil einer so großartigen Truppe zu sein. Die Arbeit an der Mytilene hat unfassbar viel Freude gemacht. Schon allein deshalb, weilalle Beteiligten mit einer unglaublichen Spielfreude , einer Wahnsinns Energie und wirklich viel Talent bei der Sache waren.
Daher werde ich diese meine erste Regiearbeit super positiv in Erinnerung behalten, auch wenn das Ergebnis letztlich nicht perfekt war. Der Weg war es.

Feedback zu „Feedback“

Eine alte Schriftstellerweisheit besagt, wenn du als Autor ein schlechtes Gefühl bei deiner Story hast, liegt das vermutlich daran, dass die Story schlecht ist.

Flashback: Ihr, unser ungnädiges Publikum, habt Little More Sonic ja bei unserer Facebook-Abstimmung dazu verdonnert, in der nächsten Geschichte die Weeping Angels als die Schurken einzuführen — vermutlich aus reiner Bosheit, weil es in einem Hörspiel kaum schwieriger umzusetzende Bösewichte geben dürfte. Aber man wächst ja an seinen Aufgaben, dem wollte ich mich stellen, und so habe ich ein erstes Exposé unter dem Titel „Feedback“ erstellt, das in meinen Augen „einigermaßen“ funktioniert hätte — aber gleichzeitig hatte ich dabei kein besonders gutes Gefühl.

Nun habe ich dieses Exposé unserer obersten Strippenzieherin Sina und meiner Ko-Autorin Verena zukommen lassen, und dummerweise sind beide in ihrem Feedback zu „Feedback“ (…) zu demselben Urteil wie ich gekommen: Das klappt nur einigermaßen, aber nicht richtig. Bei näherem Hinsehen ist die Story zu vielschichtig und verwoben, als dass da jemand noch durchblicken würde („zu timey-wimey…“). Kompliziert statt komplex, zumal wenn wir den Hörern nur akustische, aber keine optischen Hinweise geben können. Die Alternative wäre, so viele explizite Erklärungen zu geben, dass eine — ohnedies actionarme Story — noch mehr den Drive verlieren würde. Also lautet das Urteil, ab in den Papierkorb dafür, „kill your darling“, auch wenn’s weh tut.

Aber falls ihr euch dafür interessiert, wie ein Exposé aussieht, das es nicht bis zur Realisierung geschafft hat — hier für euch „Feedback“, soweit es gediehen ist:

Exposé „Feedback“

Es fehlt allerdings der Kniff, mit dessen Hilfe der Doctor die Weeping Angels wieder in die Schranken weist, und zwar aus gutem Grund: Man soll sich ja nicht zu schnell ins Bockshorn jagen lassen, und so habe ich zusammen mit Verena eine neue Story-Idee entworfen, die wir weiter verfolgen wollen, und die denselben Gag wie „Feedback“ haben soll. Arbeitstitel: „Die Geister von Notre-Dame“. Stay tuned.

P.S.  — Und auch Verena hat angekündigt, eventuell mit einer neuen Story ins Rennen gehen zu wollen.